2026


Bienenvölker im April

Jetzt beginnt die Tracht und jetzt entscheidet sich die Stärke der Bienenvölker.

Die Königin legt jetzt bis zu 2.000 Eiern am Tag. Das Volk wächst stark, weil die ersten Jungbienen schlüpfen. 

Die Bienen tragen Polen und Nektar von Weide, Löwenzahn und Obstblüten ein. Bei günstiger Witterung beginnt der erste Honigeintrag.

Für den Imker bedeutet das, dass er die Frühjahrsdurchsicht durchführen kann und soll. Dabei wird die Volkstärke, die Brut, der Futtervorrat und die Königin überprüft. Sobald die Tracht beginnt  und genügende Bienen vorhanden sind sollte der erste Honigraum aufgesetzt werden. Bei der Frühjahrsdurchsicht ist auf die Wabenhygiene zu achten, indem alte dunkle Waben durch frische Mittelwände ersetzt werden. Idealerweise wird ein Drittel der Brutwaben in jedem Jahr ersetzt. Dies sorgt für eine gesündere Brut, weniger Krankheitsdruck und eine bessere Wabenqualität für den Honig.

Jetzt ist auch die Zeit, die Schwarmkontrolle einzuleiten. Dabei sollte auf Spielnäpfchen und Weiselzellen geachtet werden. 

Einen guten ersten Hinweis auf den Zustand eines Bienenvolkes bietet immer die Beobachtung der Flugaktivität vor dem Flugloch. Eine starke Flugaktivität und das Eintragen von Pollenhöschen ist immer ein Hinweis auf ein gesundes und starkes Volk, an dem man als Imker sicher viel Freude haben wird.


Planung und Start in die neue Bienensaison

Gute und entspannte Imkerei zeichnet sich vor allem durch eine gute vorausschauende Organisation und Kontrolle aus. Dazu gehört, die Völker regelmäßig zu beobachten, Betriebsmittel und Materialien zu überprüfen, vorzubereiten oder ggf. zu ersetzen.

Aktuell ist am Bienenstand noch nicht viel zu tun, außer den Futtervorrat der Völker zu überprüfen, ggf. eine Notfütterung durchzuführen und dafür Sorge zu tragen, dass die Fluglöcher frei sind. Tote Völker müssen gleich verschlossen und zeitnah vom Stand entfernt werden.

Für den Fall, dass geplant ist den eigenen Bienenbestand durch Zukauf zu ergänzen, ist jetzt die richtige Zeit, um das Interesse am Kauf vorzugsweise bei den jeweiligen Imkervereinen vor Ort anzumelden. Dort wird dann auch der Kontakt zu Imkern, die Völker abgeben möchten, hergestellt.

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Honigerzeugung und -verbrauch in Deutschland

Die Biene ist das kleinste Haustier der Welt. Sie gilt aber auch als das wichtigste Haustier. In dieser Eigenschaft leistet sie Herausragendes, indem sie durch Bestäubung von ca. 80 % aller Obst- und Gemüsepflanzen für eine reichere Ernte sorgt und damit wesentlich zur Ernährungssicherheit beiträgt.

2024 wurden in Deutschland ca. 1 Million Bienenvölker gehalten. Der durchschnittliche Honigertrag je Bienenvolk lag bei ca. 31 kg und entsprach damit dem langjährigen Mittel der letzten 10 Jahre.

Insgesamt belief sich die Honigproduktion 2024 auf 31.800 Tonnen und ermöglichte damit einen Selbstversorgungsgrad von 37 Prozent.

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Mehr Klarheit auf dem Honigetigekett

Ab Mitte Jini müssen bei Mischhonigen alle Ursprungsländer auf dem Etikett angegeben werden.

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Die Bienen im Vorfrühling

Diese Zeit beginnt mit der Blüte der Haselnuss. Die Bienen fliegen an warmen Tagen zu Reinigungsflügen aus. Die Wintertraube kann sich langsam lockern und die Bienen benötigen mehr Futter. Die aufsteigende Entwicklung der Völker beginnt.

In der Wintertraube leben seit dem Herbst die jungen Winterbienen und die alten Bienen, deren Leben bald zu Ende gehen wird, zusammen. Diese Jungbienen beginnen mit der Produktion des für die Eiablage der Königin unverzichtbaren Futtersaftes. Je früher ihre Futtersaftproduktion einsetzt, desto schneller besitzt das Volk neue Ammenbienen, die für die Reproduktionsdynamik des Volkes so wichtig sind.

Ammenbienen sind für das Leben des Volkes von großer Bedeutung. Jede Biene kann leicht Nektar sammeln, aber die Futtersaftdrüsen zur Erzeugung des Futtersaftes sind ausschließlich bei den Jungbienen und nur in des ersten zehn Lebenstagen im Sommer aktiv.

Im Herbst bleiben diese Drüsen auf Grund der Vorbereitungen zur Einwinterung über mehrere Monate intakt. Nach der Wintersonnenwende veranlasst die immer stärkere Sonneneinstrahlung die Völker dazu, ihre Bruttätigkeit mehr oder weniger frühzeitig wieder aufzunehmen.

Am Bienenstand ist jetzt noch nicht viel zu tun. Allerdings sollten die Fluglöcher weiterhin regelmäßig kontrolliert werden, um sie frei von Schnee und toten Bienen zu halten. Durch ein kurzes Anheben kann der Futtervorrat überprüft werden. Bei Futtermangel muss gefüttert werden.

Da das neue Bienenjahr bevorsteht, sind die letzten Arbeiten an Beuten und Rähmchen abzuschließen und das Material für die kommende arbeitsreiche Zeit vorzubereiten.


Saatguttag im UBIZ am 01.02.2026

Wie auch in den Jahren zuvor, hat das UBIZ in Zusammenarbeit mit dem Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Haßberge zum Saatguttag geladen. Der Imkerverein Kirchlauter war auch in diesem Jahr wieder durch das Leitungsteam-Mitglied Julika Eberhorn-Beutmiller vertreten.

Sie konnte über den ganzen Tag über einen gleichmäßigen Besucherstrom, der sich erst in der letzten Stunde der Veranstaltung abschwächte, berichten.

Alle Besucher waren sehr entspannt und interessiert. Julika hatte nicht nur Informationsmaterial des Imkervereins dabei, welches sie als Gesprächsgrundlage nutzen konnte, sondern auch Honig und eine Vielzahl von Produkten aus „Julikas Honigkiste“, die reges Interesse und viele Abnehmer fanden.

Insgesamt hatte das UBIZ ein spannendes und abwechslungsreiches Ausstellungsprogramm vorbereitet, das die Besucher sicherlich dazu anregt, diese Veranstaltung im nächsten Jahr wieder zu besuchen.


Jahreshauptversammlung des Imkervereins Kirchlauter

Am Sonntag, den 11.01.2026 fand im Gasthaus „Wilder Kaiser“ in Kirchlauter die Jahreshauptversammlung des Imkervereins Kirchlauter und Umgebung statt.

Dieter Adrian begrüßte die Anwesenden und sprach unter anderem sein Bedauern darüber aus, dass der Honigverkauf 2025 aufgrund vieler Billigimporte fast unmöglich geworden sei. Er hegt die Hoffnung, dass dies aufgrund der neuen Honigkennzeichnungsverordnung der EU in den nächsten Jahren besser werden wird.

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